Laufabweichung (Wackeln) bei einem Bremsenrad oder -disc führt dazu, dass die Reibfläche beim Drehen ungleichmäßig Kontakt hat. Dies erzeugt zyklisches Eingreifen, Vibrationen und wechselnde hohe/niedrige Klemmkraft. Das Ergebnis ist ungleichmäßiger Belagverschleiß, Hot Spots, Geräusche und verringerte effektive Bremsmomente—besonders problematisch bei Hebebremsen, die Lasten ohne Schlupf halten müssen.
Bei Scheibenbremsen kann Laufabweichung dazu führen, dass die Bremsbeläge zurückgedrückt werden, was den erforderlichen Aktuatorweg erhöht und das Eingreifen verzögert. Bei Trommel-/Blockbremsen kann eine Unrundheit des Rads Pulsationen und lokale Überhitzung verursachen. Mit der Zeit kann das System häufige Nachjustierungen erfordern und dennoch inkonsistente Leistung liefern.
Laufabweichung kann durch unsachgemäße Montage, Achsenausrichtung, verbogene Naben, beschädigte Lager oder Überhitzung verursachte Verformung entstehen. Korrekturmaßnahmen umfassen das Messen der Laufabweichung, Überprüfung der Montageflächen, Kontrolle der Lager und Kupplungen sowie den Austausch verzerrter Komponenten. Die Behebung der Laufabweichung verbessert die Drehmomentstabilität, reduziert den Verschleiß und verlängert die Lebensdauer der Bremse—wichtig für die Sicherheit und Betriebszeit von Kränen.


