Die Prüfhäufigkeit sollte sich nach Risiko und Belastungszyklus richten. Für sicherheitsrelevante Anwendungen wie Krane, Hublifte, Aufzüge und bergabführende Förderer werden Inspektionen typischerweise täglich (Sichtprüfungen) sowie wöchentlich oder monatlich (Funktions- und Verschleißprüfungen) durchgeführt, mit geplanten präventiven Wartungen in definierten Betriebsstundentakten.
Mindestens drei Ebenen festlegen:
- Sichtprüfung vor Schichtbeginn: Undichtigkeiten, ungewöhnliche Geräusche, Überhitzung, fehlende Befestigungselemente, beschädigte Kabel/Schläuche.
- Routinemäßige Funktionsprüfung: Ansprech-/Loslassverhalten, Luftspalt oder Belagspiel, manuelle Entriegelungsfunktion, Endschalter (falls vorhanden).
- Detailliertes Serviceintervall: Reibbelagdicke, Federzustand, Bolzen-/Buchsenverschleiß, Qualität der Hydraulikflüssigkeit, Hub- und Kraftweg des Aktuators sowie, falls von Normen gefordert, Überprüfung des Bremsschirms/der Bremsmomente.
Raue Umgebungen (Staub, Salzsprühen, hohe Luftfeuchtigkeit, extreme Temperaturen) erfordern kürzere Intervalle. Wenn die Bremse Teil eines zertifizierten Hebesystems ist, befolgen Sie die einschlägige Norm und das OEM-Handbuch — die Prüfhäufigkeit kann eine Vorschrift zur Einhaltung sein, nicht nur bewährte Praxis.



