Windkraftanlagen verwenden typischerweise zwei Hauptbremsfunktionen: Rotorbremse zum Anhalten und Fixieren der Hauptwelle für Notfälle oder Wartungsarbeiten, und Gierbremse zum Halten der Nabenposition gegen Windlasten und zur Steuerung der Gierbewegung. Beide Funktionen basieren häufig auf ausfallsicheren, federbetätigten Bremssystemen, um Sicherheit bei Netzausfällen oder Steuerungsfehlern zu gewährleisten.
Rotorbremsen sind oft hydraulische Bremssättel- Scheibenbremsen, die für hohe Drehmomente und zuverlässiges Halten ausgelegt sind. Sie können neben aerodynamischer Bremsung (Blattwinkelsteuerung) arbeiten, aber mechanische Bremsen bieten die endgültige Sperre. Gierbremsen sind typischerweise mehrere Sättel, die auf einem großen Gierring oder -scheibe wirken und ein stabiles Halte-Drehmoment sowie gutes Verschleißverhalten bei häufigen Mikroeinstellungen erfordern.
Wichtige Auswahlkriterien sind Drehmomentanforderungen bei extremen Windlasten, Betriebszyklus (insbesondere für Gier), Korrosionsbeständigkeit (Offshore) und Kompatibilität mit hydraulischen Antriebseinheiten sowie Überwachungssystemen. Zustandsüberwachung—Belagverschleiß, Hydraulikdruck, Temperatur—hilft unerwartete Ausfallzeiten zu vermeiden. Geeignetes Reibungsmaterial und Korrosionsschutz sind entscheidend, um eine konsistente Bremsleistung über lange Wartungsintervalle zu gewährleisten.




